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Das Storchprojekt
 
Die Idee
   Auf dem Schlauchturm der Feuerwehr gab es jahrelang ein altes Wagenrad. Der Zahn der Zeit hat einen Teil davon bereits angenagt und kein Storch kam. Kein Storch flog auch nur in die Nähe dieses verfallenen Objektes. Immer wieder kamen aber Störche ins Dorf, saßen auf den Dächern und klapperten.
Die Idee war es nun also dieses alte Wagenrad durch eine neue Nisthilfe zu ersetzen und Störchen eine attraktive Grundlage zu bieten.
 
Der Plan
Der Standort ist schon ganz gut, nur wird sich auf dem kaputten Ding (in der Mitte ragte auch noch eine dicke Radnabe nach oben) niemals ein Storch zum Nestbau animieren lassen.
Der Plan war es nun also das alte "Ding" muss da irgendwie runter und ein neues Nest, bzw. eine gute Nisthilfe als Basis muss da irgendwie rauf.
Der Plan ist einfach...
Aber wie sieht eigentlich so ein Storchennest aus ? Vielerorts kann man die verzweifelten Versuche wilder Astansammlungen oder leere Wagenräder beobachten. So soll es also nicht sein...
Auf Grund meiner bisherigen Arbeit als Spielgerätekonstrukteur fiel es mir nicht besonders schwer eine geeignete Konstruktion zu überlegen. Nach einer etwas längeren Recherche im Internet wurde mir die auch als tauglich und schon vielerorts erprobt bestätigt.
 
Die Planung
Wir, das sind meine Frau und ich; setzten uns nun also hin und erarbeiteten eine Liste der benötigten Materialien und der etwaigen Kosten. Viel zu teuer für uns alleine dachten wir, denn es sollten Kosten in Höhe von etwa 500 Euro für das Holz, Schrauben, eine Hebebühne und kleinere Metallarbeiten zur Befestigung auf dem First des Schlauchturmes anstehen. Meine Frau hatte am Ende die zündende Idee und sammelte im ganzen Dorf Geld ein. Sie zog im bitterkalten Dezember 2011 von Haustür zu Haustür und sammelte was das Zeug hielt.  Tatsächlich jeder spendete etwas und am Ende hatten wir die stolze Summe von 365,- Euro gesammelt (bei 50 Häusern im Dorf gar nicht mal so schlecht).
Die Finanzen waren jetzt also fast gesichert und haben am Ende sogar ausgereicht.
In unserer Überlegung kam niemals ein anderes Holz als Robinienholz vor, denn stabiler und beständiger kann man aus Holz nicht bauen. Durch meinen Arbeitgeber habe ich auch relativ günstig das Baumaterial bekommen können und wir standen in der Bilanz recht gut da.
 
Die Herstellung
   Angefangen hat alles mit einem kleinen Stapel Holz.. Auf Grund seiner Resistenzklasse 1-2 haben wir uns bei der Ausführung für Robinienholz entschieden.
Die Bodenplatte ruht auf 4 Stück 6x8cm starken Kanthölzern und die Bodenplatte selber, ebenso wie die seitliche Aufkantung, ist aus 3cm starken, sägerauhen Bohlen.
An drei Wochenenden im Januar machten wir, diesmal gemeinsam mit einem Nachbarn, uns also in Eiseskälte daran aus dem Stapel Holz eine brauchbare Nisthilfe zu
zaubern. Die Grundplatte hat einen Durchmesser von 1,30m und ruht auf 4 Kanthölzern. In der Bodenplatte sind ca. 80 Bohrungen mit 70mm Durchmesser um Staunässe zu vermeiden. Die Löcher sind überdeckt mit Kaninchendraht, damit die Befüllung später nicht gleich wieder nach unten durchrieselt. Die seitliche Aufwandung ist etwa 25cm hoch und wird mit Birkenreisig verschönert. Zu guter Letzt haben wir das Nest mit altem Heu und Hackschnitzeln aus Holz aufgefüllt.
  
Die Montage
Nachdem die Nisthilfe dann von Januar bis März im Stall gelegen hat, haben wir den Entschluß gefasst am 04.03.2012 das etwa 80 Kg schwere Ungetüm auf das alte Gerätehaus zu bringen. Es gab zwar noch keinen konkreten Plan wie es montiert werden sollte, aber wir waren für einige Fälle vorbereitet.
Die Hebebühne war um 9:00Uhr da und die erste Fahrt ging nach oben. Wir entschieden uns für eine direkte Montage auf einer vorhandenen Stahlplatte, die sich micht der am Nest montierten Stahlplatte mittels Gewindebolzen recht einfach verbinden ließ. Ein paar Arbeiten mußten in schwindelerregender Höhe aber dennoch ausgeführt werden.
  
Das Ergebnis
Das Resultat kann sich sehen lassen - wir haben jetzt also ein Storchennest.
Aber ein Storchennest ohne Storch ist auch irgendwie blöd. Man sagte uns die Störche kommen ab März in ihr Sommerlager, aber bei uns wollte irgendwie noch keiner einziehen. Haben wir am Ende doch irgendwas falsch gemacht? Fast 7 Wochen stand das Nest leer und dann geschah das tolle Ereignis. Am 20. April kam ein Storch und begutachtete unsere Arbeit. Er blieb sogar über Nacht. Die Freude war entsprechend groß, aber würde er auch bleiben?
Ja, das tat er, denn in der darauffolgenden Nacht waren - quasi über Nacht - zwei Störche da.
  
Das Tagebuch
14.04.2012: es saß mal ein Storch auf dem Nest, verschwand aber wieder
20.04.2012: der erste Storch ist angekommen (wir nennen ihn Fridolin)
22.04.2012: der zweite Storch ist angekommen (wir nennen sie Frida)
25.04.2012: ein dritter Storch ist aufgetaucht und wurde vertrieben
03.05.2012: ein zweites Paar Störche ist um das Nest gekreist
16.05.2012: das Paar ist nach wie vor da und fast immer ist ein Storch im Nest
10.06.2012: beide Störche sind immer wieder weg, vermutlich keine Eier in diesem Jahr :-(
19.08.2012: das Nest ist seit Tagen leer. Die Zugzeit hat begonnen und vermutlich sind unsere Störche jetzt auf dem Weg nach Südafrika. Wir hoffen dass sie im nächsten Jahr wieder da sein werden und dann hoffentlich auch brüten...

 

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